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bischu Forum > Anderes > Kommerzielle elektronische Medienangebote View modes: 
tobias - 07.07.2015 09:24:00
   
Kommerzielle elektronische Medienangebote
Immer mehr kommerzielle elektronische Angebote konkurrenzieren das Medienangebot der Bibliotheken. Für wenig Geld kann bei Skoobe, Amazon und anderen Anbietern auf eine riesige Anzahl von e-Books zugegriffen werden. Beil Filmen und CDs machen Anbieter wie Netflix oder Spotify den Bibliotheken Konkurrenz.
Können Bibliotheken da mithalten? Wo sind ihre Stärken gegenüber diesen Angeboten?
Wie wirken sich die Angebote auf die Bibliothek aus (Bestand, Dienstleistungen, Gebührenmodell, etc.)? Diskutieren Sie mit!

felix - 13.07.2015 15:21:10
   
RE:Kommerzielle elektronische Medienangebote
Am 11.5.2015 hielt Konrad Umlauf einen Vortrag zum Thema Bestandesaufbau und Bestandesmanagement in digitalen Zeiten (http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?lang=ger&id=41781 ). Neben anderem erwähnt er zwei Strategien, die eine Bibliothek bei der Konkurrenz durch andere digitale Dienstleistungen einschlagen kann. Eine bestandsorientierte Strategie setze weiterhin auf die Qualität der Bestände und die Bibliothek argumentiere, dass die kommerziellen Angebote eine Zugangsschranke haben. Eine andere Strategie nehme nicht Medien, sondern den Nutzen für die Kunden als Ausgangspunkt und frage: Welchen Nutzen haben die Kunden von der Bibliothek? Eine Bibliothek sei nicht nur Medienverleihstelle, sondern auch Bildungseinrichtung. Medien seien das Mittel dazu. Die Aufgabe der Bibliotheken verschiebe sich dann vom Mittel der Medienausleihe in Richtung anderer Mittel, die geeignet sind, dieses Ziel zu verfolgen.
Weiter findet er, dass der Bestandesaufbau von Print- und Online-Segmenten koordiniert werden müsse. Bei Monografien würde er nicht auf Printtitel verzichten, die eine Bibliothek auch online lizenziert hat, da so ein Teil der Nachfrage nicht befriedigt würde. Bei Nachschlagewerken würde er völlig auf Online-Titel setzen und diese nicht mehr in Print anschaffen. Für DVDs und Musik- oder Hörbuch-CDs gibt er allerdings keine guten Ratschläge.
In den Bereichen Musik und Film könnte ich mir vorstellen, dass eine Bibliothek ein Nischenangebot aufbaut, mit Titeln die Online weniger gut erhältlich sind, z.B. ein guter Jazz- oder Klassikbestand und Filmklassiker oder wenig bekannte Studiofilme.

kathrin - 15.07.2015 14:04:53
   
RE:Kommerzielle elektronische Medienangebote

Vielen Dank für die interessante Zusammenfassung!
Mich interessiert hier vor allem die Frage der Nachschlagewerke. Ich bin der Meinung, dass es für Kinder sehr nützlich ist, wenn sie noch lernen, in Nachschalgewerken, vor allen in Lexika eben "nachzuschlagen". Diese Suche mit genau nur einem möglichen Suchbegriff erachte ich als Vorübung fürs Recherchieren im Internet als sehr nützlich. Wenn der Einsatz von Lexika im Schulzimmer alltäglich ist, und der Lehrer/die Lehrerin eben auch da schnell nachschaut, wird das Beantworten diverser Alltagsfragen durch Nachschlagen in Lexika ständig geübt. Deshalb meine Meinung, dass in Kinder- und Jugend-Bibliotheken und Schulzimmern die richtigen, dicken! Lexika in Print unbedingt zur Verfügung stehen müssen. Natürlich sollen sie nicht einfach da stehen, ihr Einsatz im Unterricht soll selbstverständlich sein und muss natürlich auch geübt werden!
In den biblioheften wird das Nachschlagen in Lexika und Internet trainiert.